Archiv

Hersteller

Bell

Bell Model 30
Bell Model 47
Bell Model 48
Bell Model 61
Bell Model 204
Bell Model 205
Bell Model 206 Jet Ranger
Bell Model 207 Sioux Scout
Bell Model 209 Huey Cobra und Sea Cobra
Bell Model 212 Twin Two-Twelve
Bell Model 214B Big Lifter
Bell Model 222
Bell Model 301 (XV-15)
Bell Model 409 (YAH-63)
Bell Model 412
Bell/Boeing Model 609

Bell Model 30

Entwicklungsgeschichte
Der Bell Model 30, der erste in einer Reihe von erstklassigen Hubschraubern, war eine experimentelle Konstruktion, mit der das Rotorsystem erprobt werden sollte. Noch während des Zweiten Weltkriegs entwarf und baute die Bell Helicopter Corporation, wie sie damals hieß, mindestens fünf Exemplare eines experimentellen Hubschraubers. Der erste Bell Model 30 (NX-41867) wurde Mitte 1943 erstmals geflogen. Er bestand aus einem umschlossenen Rumpf auf festem dreirädrigem Fahrwerk mit einem offenen Cockpit im Bug und dem Triebwerk im Innern hinter dem Piloten. Der Zweiblatt-Hauptrotor enthielt den Stabilisator, der später zu einem typischen Kennzeichen für Bell Hubschrauber wurde, und der zweiblättrige Drehmoment-Ausgleichsrotor saß auf einer vom Heck ausgehenden schlanken Röhre. Das zweite Model 30 hatte verschiedene Verbesserungen erfahren, die nach frühen Testflügen nötig wurden, darunter ein verändertes Fahrwerk und eine neue Halterung für den Heckrotor. Die auffälligste Neuerung war die geschlossene Kabine für den Piloten und einen neben ihm sitzenden Passagier. Auf diesem Typ basiert der weit verbreitete Bell Model 47.

Typenbezeichnung: Model 30
Verwendung: experimenteller Hubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell
Land: USA
Erstflug: 1943
Länge:  
Breite:  
Höhe:  
Rotordurchmesser: 10,06 m / Heckrotordurchmesser 1,52 m Hauptrotorkreisfläche 79,46 m2
Anzahl Rotorblätter: 2
Triebwerk: ein Franklin Sechszylinder-Kolbenmotor.
Triebwerksleistung: 160 PS /119 kW
max. Geschwindigkeit: keine Daten erhältlich
Dienstgipfelhöhe: keine Daten erhältlich
Leergewicht: keine Daten erhältlich
Max. Fluggewicht: keine Daten erhältlich
Reichweite: keine Daten erhältlich
Besatzung:  
Passagiere:  
Bewaffnung: keine
Produziert:  

Bell Model 47

Bell Model 48

Entwicklungsgeschichte
1946 begann Bell mit der Entwicklung eines neuen Hubschraubers, der eigentlich eine vergrößerte Ausführung des Model 47 darstellte. Der neue Bell Model 48 wurde in zwei Exemplaren von der USAAF unter der Bezeichnung XR-12 bestellt; die Maschinen erhielten einen 540 PS (403 kW) R-1340 Wasp Sternmotor und boten Platz für fünf Personen. Eine weitere Maschine mit einem stärkeren R-1340 Motor und acht Sitzen wurden mit der Bezeichnung XR-12B bestellt. Nach einer Umbenennung der R ('rotary') Maschinen in H ('helicopter') Modelle wurden daraus XH-12 und XH-12B.Die Tests verliefen offenbar nicht zufriedenstellend, da die späteren Aufträge für 10 Vorserienmodelle YH-12 und 34 Serienmodelle R-12A zurückgezogen wurden.

Typenbezeichnung: Model 48 (XR-12B)
Verwendung: Mehrzweck-Hubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell
Land: USA
Erstflug:  
Länge:  
Breite:  
Höhe:  
Rotordurchmesser: 14,48 m; Heckrotordurchmesser 2,59 m; Hauptrotorkreisfläche 164,62 m2
Anzahl Rotorblätter: 2
Triebwerk: Pratt & Whitney R-1340-55 Wasp Sternmotor
Triebwerksleistung: 600 PS (447 kW)
max. Geschwindigkeit: 169 km/h; Reisegeschwindigkeit 145 km/h;
Dienstgipfelhöhe: 3.960 m
Leergewicht:  
Max. Fluggewicht: 2851 kg
Reichweite: 483 km
Besatzung:  
Passagiere: fünf/achtsitzig
Bewaffnung:  
Produziert:  

Bell Model 61

Entwicklungsgeschichte
Am 4. März 1953 flog Bell den Prototyp eines als Bell Model 61 bezeichneten Hubschraubers, der für eine Ausschreibung der US Navy für eine neue U-Boot Abwehrwaffe entwickelt worden war. Das Modell gewann im Juni 1953 den US Navy Wettkampf, und drei XHSL-1 wurden kurz darauf bestellt. Als erstes zur U-Bootbekämpfung entworfenes Modell ging diese Maschine in die Flugzeuggeschichte ein, und außerdem ist sie mit ihren Tandem-Rotoren in der Bell Serie einzigartig. Der Model 61 ist grundsätzlich eine Konstruktion mit rechteckigem Rumpf, vierrädrigem Fahrwerk, Tandem-Rotoren mit manuell einklappbaren Blättern und einem Pratt & Whitney R-2800 Sternmotor im Rumpfhinterteil. Er hatte Platz für zwei Piloten und zwei Sonar-Operateure; zu den für die Jägereinsätze gedachten Geräten gehörten eine Tauch-Sonaranlage und eine elektronische Zielverfolgungsanlage. Wenn das Ziel geortet worden war, konnten Bomben, Wasserbomben und Fairchild Petrel AUM-N-2 Luft-Unterwasser-Raketen eingesetzt werden. Nach Testflügen wurden 78 HSL-1 Maschinen bestellt, von denen 18 im Rahmen des Mutual Defense Assistance Program für Großbritannien vorgesehen waren. Die ersten davon nahmen im Januar 1957 bei US Navy Squadron HU-1 den Dienst auf, aber nach dem Ende des Koreakriegs gingen keine Maschinen an die Royal Navy, und die Produktion lief nach nur 50 Exemplaren aus. Wegen seiner begrenzten Leistung blieb der HSL-1 nur kurze Zeit im Einsatz.

Typenbezeichnung: Model 61
Verwendung: U-Bootjäger mit Tandem-Rotoren
Baujahr:  
Hersteller: Bell
Land: USA
Erstflug: 04.03.1953 Prototyp
Länge: 11,96 m
Breite:  
Höhe: 4,42 m;
Rotordurchmesser: 15,70 m;
Anzahl Rotorblätter:  
Triebwerk: Pratt & Whitney R-2800-50 Double Wasp Sternmotor
Triebwerksleistung: 1.900 PS (1.417 kW)
max. Geschwindigkeit: Höchstgeschwindigkeit 185 km/h; Reisegeschwindigkeit 153 km/h
Dienstgipfelhöhe:  
Leergewicht:  
Max. Fluggewicht: 12020 kg
Reichweite: 563 km
Besatzung: 4
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert: 50

Bell Model 204

Entwicklungsgeschichte
Im Jahre 1955 regte die US Army einen Wettbewerb zum Entwurf eines neuen Hubschraubers an, der sich bei der Evakuierung von Verletzten, zum Instrumententraining und für allgemeine Zwecke einsetzen ließ. Im Juni desselben Jahres wählte die US Army das Modell der Bell Helicopter Company mit der Firmenbezeichnung Bell Model 204. Die US Army wählte zunächst die Bezeichnung H-40, die später in HU-1 geändert wurde, als das Modell außerdem den Namen Iroquois erhielt. Dies war auch das erste Exemplar der 'Hueys', ein Spitzname, der 1962 entstand, als das Modell im Rahmen der Tri-Service Rationalisierungsmaßnahmen in UH-1 umbenannt wurde. Die US Army bestellte zunächst drei Prototypen zu Versuchszwecken mit der Bezeichnung XH-40; durch die Bezeichnung H-40 wurde das Modell der USAAF Hubschrauberkategorie zugeordnet. Der erste dieser Prototypen flog am 22. Oktober 1956; die Maschinen wurden von Bell für Tests und zur Weiterentwicklung benutzt. Kurz vor dem Erstflug wurden sechs Maschinen vom Typ des Vorserienmodells YH-40 bestellt und im August 1958 ausgeliefert. Ein Exemplar verblieb bei Bell, von den restlichen gingen je eines an Eglin AFB und Edwards AFB sowie drei zu Versuchszwecken an Fort Rucker. Nach dem Produktionsauftrag wurden neun der endgültigen Vorserienmodelle HU-1A am 30. Juni 1959 ausgeliefert, gefolgt von 74 Serienmodellen, von denen 14 an die Army Aviation School in San Diego gingen. Der HU-1A hatte Doppelsteuerung und wurde als Instrumententrainer eingesetzt. Der erste auswärtige Einsatz war bei der 55. Aviation Company in Korea; der HU-1A wurde außerdem als einer der ersten US Army Hubschrauber in Vietnam benutzt. Der Model 204 war mit seinem Stabilisator im rechten Winkel zu den beiden Hauptrotorblättern und mit den kleinen Höhenruderflächen am Heck ein echtes Mitglied der Bell-Familie. Das röhrenförmige Kufenlandegestell war ideal für Mehrzweckeinsätze. In der Kabine war Platz für zwei Mann Besatzung und sechs Passagiere oder zwei Tragen. Das Triebwerk war eine 700 WPS (552 kW) Avco Lycoming T53-L-1A Wellenturbine; dadurch war dieser Model 204 der erste von der US Army bestellte Hubschrauber mit Turbinenantrieb. Auf den HU-1A (von dem insgesamt 182 hergestellt wurden) folgte der verbesserte HU-1B, der in 1,014 Exemplaren gebaut wurde. Die frühen Serienmodelle hatten 960 WPS (716 kW) Avco Lycoming T53-L-5 Motoren, spätere Maschinen erhielten 1.100 WPS (820 kW) T53-L-11. Zu weiteren Verbesserungen des HU-1B gehörten die veränderten Hauptrotorblätter und eine vergrößerte Kabine für zwei Mann Besatzung plus sieben Passagiere oder drei Tragen. Im Herbst 1965 wurde UH-1B durch den UH-1C in der Produktion abgelöst, der einen verbesserten Rotor und Blätter mit längerer Sehne hatte, was eine erhöhte Geschwindigkeit und bessere Manövrierfähigkeit ermöglichte. Einige in Vietnam eingesetzte UH-1C Hubschrauber, von denen 767 produziert wurden, hatten Raketen und zwei 7,62 mm MG zur Luftnahunterstützung. Sie waren erfolgreich und führten zur Produktion von UH-1B in ähnlicher Ausrüstung, meist mit vier seitlich angebrachten 7,62 mm MG oder zwei Raketenbündeln mit je 24 Raketen. Andere militärische Ausführungen des Model 204 sind der UIH-1E für das US Marine Corps (im allgemeinen ähnlich wie der UH-1B, aber mit Winde, Rotorbremse und spezieller Avionik-Ausrüstung), dessen erste Exemplare am 21. Februar 1964 an die Marine Air Group 26 ausgeliefert wurden, und der seit Oktober 1965 Bells neuen Rotor erhielt (192 Stück); der UH-1F für die ÜSAAF, im allgemeinen ähnlich wie der UH-1B, aber mit einer 1.290 WPS (962 kW) General Electric T58-GE-3 Wellenturbine, erweitertem Rotordurchmesser und groß genug für einen Piloten und zehn Passagiere (120 Stück); eine ähnliche TH-1F Trainerversion desselben Modells für die ÜSAAF; die HH-1K SAR-Ausführung für die US Navy, ähnlich wie der UH-1E, aber mit einem 1.400 WPS (1.044 kW) T53-L-13 Motor (26 Stück); UH-1L und   UH-1L Trainer- bzw. Mehrzweckversion der UH-1E mit T53-L-13 Motoren; und drei UH-1M mit Nachtsensoren zur Erprobung durch die US Army. Der Model 204B wurde von Bell in kleiner Auflage für zivile Abnehmer und zum militärischen Export gebaut. Sie waren im allgemeinen ähnlich wie der UH-1B und hatten Platz für zehn Personen, den vergrößerten Rotor der UH-1F und den T53-L-11 Motor. Der Model 204B und der UH-1 wurden von Fuji in Japan unter Lizenz von Mitsubishi gebaut; diese Firma stellte 1967 den Fuji-Bell 204B-2 vor, der ein stärkeres Triebwerk und einen Zug-Heckrotor hatte. Agusta in Italien baut ebenfalls unter Bell´s Lizenz und hatte eine große Anzahl des Model 204B für zivile und militärische Zwecke gebaut.

Typenbezeichnung: Fuji-Bell Model 204B-2
Verwendung: Mehrzweckhubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Fuji
Land: Japan
Erstflug: Prototyp Model 204 22.10.1956
Länge: 12,31 m
Breite:  
Höhe: 3,77 m
Rotordurchmesser: 14,63 m;
Anzahl Rotorblätter: Hauptr. 2
Heckr. 2
Triebwerk: Avco Lycoming T5313B Wellenturbine
Triebwerksleistung: 1.400 WPS (1.044 kW)
max. Geschwindigkeit: 204 km/h
Dienstgipfelhöhe: 5.790 m;
Leergewicht: 2177 kg
Max. Fluggewicht: 3856 kg
Reichweite: 383 km
Besatzung:  
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert:  

Bell Model 205

Entwicklungsgeschichte
Der unbestrittene Erfolg des Bell UH-1A/B Iroquois bezeugte, daß an der Konstruktion dieses Mehrzweckhubschraubers grundsätzlich alles stimmte. Anfang 1960 schlug Bell eine verbesserte Ausführung des Model 204 mit einem längeren Rumpf und zusätzlichem Kabinenraum (durch die Umlegung der Treibstoffzellen) für einen Piloten und 14 Passagiere oder sechs Tragen bzw. bis zu 1814 kg Fracht vor. Im Juli 1960 bestellte die US Army bei Bell sieben dieser neuen Hubschrauber für Einsatztests; die Maschinen trugen die US Army-Bezeichnung YUH-1D und wurden vom Hersteller als Bell Model 205 identifiziert. Der erste dieser Hubschrauber flog am 16. August 1961 und ging nach erfolgreichen Testflügen auf Bestellung der US Army in 670 die Produktion. Der erste UH-1D wurde am 9. August 1963 an die 11th Air Assault Division in Fort Benning, Georgia, geliefert. Das Triebwerk der frühen Serienmodelle war eine 1100 WPS (820 kW) Avco Lycoming T53-L-11 Wellenturbine, und das normale Treibstoffassungsvermögen von 832l konnte durch zwei äußere Hilfstanks auf eine maximale Kapazität von 1.968 l gebracht werden. Der UH-1D wurde für die US Army und für die Streitkräfte anderer Länder in großen Mengen produziert (über 2.000 Maschinen), und 352 Exemplare wurden von Dornier für die Bundeswehr und die Luftwaffe gebaut. Auf den UH-1D folgte in der Produktion der mehr oder weniger identische UH-1H mit einer stärkeren 1400 WPS (1044 kW) Avco Lycoming T53-L-13 Wellenturbine. Die Lieferungen des UH-1H an die US Army begannen im September 1967, und diese Variante wurde die endgültige Produktionsausführung. Der UH-1H wurde in großen Mengen für die US Army gebaut (5435 Stück plus Export); neun gingen an die Luftwaffe von Neuseeland (RNZAF), und unter den Bedingungen eines 1969 abgeschlossenen Lizenzabkommens produzierte Taiwan 18 dieser Hubschrauber für den Einsatz bei der Nationalchinesischen Armee. Zu den Varianten des UH-1H gehören der CH-118 (ursprünglich UH-1H), den Bell für das Mobile Command der Canadian Armed Force baute, und dessen erste zehn Exemplare am 6. März 1968 ausgeliefert wurden; und der HH-1H Rettungshubschrauber, von dem die USAF am 4. November 1970 30 Exemplare bestellte, die 1973 fertiggestellt wurden. Der UH-1D/H wurde häufig bei den verschiedensten Einsätzen in Südostasien benutzt und wurde von vielen 1s das exemplarische 'Arbeitspferd' unter den Hubschraubern in Vietnam betrachtet. Der Typ spielte eine besonders wichtige Rolle bei Spezialoperationen in Laos, Kambodscha und einigen abgelegenen Gebieten in Südvietnam; die Chronik der USAF berichtet, daß auf diesem letzteren Kriegsschauplatz fast alle Verletzten in diesem Hubschraubertyp evakuiert wurden. Seit damals wurden einige wenige Exemplare des UH-1H ausgewählt, um unter der Bezeichnung EH-1 H elektronische Abwehreinsätze zu übernehmen, und seit 1981 werden Maschinen mit erweiterter Ausrüstung ausgeliefert. Im Rahmen des SOTAS (Stand-Off Target Acquision System) Programms der US Army wurden vier UH-1H Hubschrauber zur Erprobung umgebaut. Sie sollen Radardaten über Bewegungen auf dem Schlachtfeld aufnehmen und an das Bodenkommando weiterleiten, sowie aktuelle Informationen über die jeweilige taktische Situation zur Verfügung stellen. Die US Army will jedoch den grundsätzlichen UH-1H Hubschrauber noch bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts in einer großen Anzahl im Einsatz behalten und unter anderem für Kommando und Kontrolle, elektronische Kriegsführung, medizinische Evakuierung, Minenlegen, Versorgung und Truppentransport einsetzen. Um diesen Plan möglich zu machen, wird die bereits vorliegende Flotte von UH-1H Hubschraubern einem umfassenden Modernisierungsprogramm unterzogen; dazu gehört eine erweiterte Avionik-Ausrüstung, die den Hubschraubern die nötigen Einsatzmöglichkeiten und eine höhere Lebensdauer geben soll. Bell produziert außerdem eine zivile Variante des UH-1H mit der Bezeichnung Model 205A-1. Es hat eine 1400 WPS (1044 kW) Avco Lycoming T5313B Wellenturbine, die auf 1250 WPS (932 kW) gedrosselt wurde. Die normale Treibstoffkapazität beträgt 814 l mit einer auf Wunsch erweiterten Kapazität von 1495 l. Weil es für die verschiedensten Benutzer vorgesehen ist, kann das Innere schnell umgebaut werden, je nach Einsatz als Fracht-, Krankentransport-, Exekutive-, Flugkran oder Suchhubschrauber. Platz ist für maximal einen Piloten und 14 Passagiere. Agusta in Italien hat ebenfalls unter Lizenz den Model 205 gebaut, mit der Bezeichnung AB.205A-1, quasi identisch mit dem Bell Modell. Zu den Kunden gehören die italienische Armee sowie die Armeen mehrerer anderer Länder. In Japan ist ein Fuji-Bell Model 205A-1 erhältlich. Vom Model 205 wurden einschließlich der UH-1D und H mehr als 10.000 Maschinen produziert.

Typenbezeichnung: Model 205/UH-1H
Verwendung: ziviler/militärischer Mehrzweckhubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell
Land: USA
Erstflug: 16. August 1961
Länge: bei drehendem Rotor 17,62 m;
Breite:  
Höhe: bei drehendem Heckrotor 4,43 m;
Rotordurchmesser: 14,63 m; Heckrotordurchmesser 2,59 m;
Anzahl Rotorblätter: 2
Triebwerk: Avco Lycoming T53-L-11
Triebwerksleistung: 1.400 WPS (1.044 kW)
max. Geschwindigkeit: 204 km/h;
Dienstgipfelhöhe: 3,840 m;
Leergewicht: 2.363 kg
Max. Fluggewicht: 4.309 kg
Reichweite: 511 km
Besatzung: 2-3
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert: mehr als 10000

Bell Model 206 Jet Ranger

206B

Bell Model 206B

206l4

Bell Model 206L4

206LT

Bell Model 206LT

Entwicklungsgeschichte
1960 regte die US Army einen Design-Wettbewerb für ein neues Luftfahrzeug an, das als LOH (Light Observation Helicopter - Leichter Beobachtungshubschrauber) bezeichnet wurde. Eigentlich suchten die Verantwortlichen ein Mehrzweck-Modell, denn der LOH sollte für Verletztenevakuierung, Luftnahunterstützung, Beobachtungs-, Fotoaufklärungs- und Transporteinsätze benutzt werden. Bisher konnten diese verschiedenen Aufgaben nicht von einem einzigen Modell gleichzeitig wahrgenommen werden, und die Ausschreibung sah eine Nutzlast von 180 kg und eine Reisegeschwindigkeit von ca. 190 km/h vor. Zwölf amerikanische Hubschrauberfirmen reichten Entwürfe ein, und die Firmen Bell, Hiller und Hughes wurden beauftragt, je fünf Prototypen für die Vergleichtests zu bauen. Nach den Tests wurde der Hughes HO-6 (später OH-6A) als der US Army LOH für die Produktion ausgewählt. Wenn die US Army gegenüber dem Bell HO-4 Zweifel hegte, so wurden diese von der Herstellerfirma nicht geteilt. Nachdem Bell den Wettbewerb verloren hatte, baute die Firma einen neuen Prototyp mit der Bezeichnung Model 206A Jet-Ranger. Er flog erstmals am 10. Januar 1966 und erhielt am 20. Oktober desselben Jahres die FAA Bescheinigung. Daraufhin ging das Modell für zivile Kunden in die Produktion; es wurde von Agusta in Italien gebaut. Der JetRanger war im Grunde identisch mit den OH-4A (früher HO-4) Prototypen, abgesehen von den Modifizierungen des Rumpfs für fünf Insassen. Seit 1966 wird das Modell in großer Zahl gebaut und war 1981 unter der Bezeichnung Model 206B JetRanger III in Produktion, nachdem es eine umfassende Entwicklung und Verbesserung erfahren hatte.

Die US Army wollte ca. 4.000 Exemplare des OH-6A produzieren lassen, war aber von Hughes etwas enttäuscht, als die Produktionskosten rapide anstiegen, die Produktion selbst aber zurückging. Schließlich wurde der LOH Wettbewerb wieder eröffnet (1967), und am 8. März 1968 wurde der Bell Model 206A zum Sieger erklärt. Die Produktion des Modells startete unmittelbar danach, unter der Bezeichnung OH-58 Kiowa; bis Ende 1973 wurden ca. 2.200 Maschinen geliefert. Der OH-58 unterscheidet sich von dem zivilen JetRanger durch einen Hauptrotor mit größerem Durchmesser, veränderten Einzelheiten der Inneneinrichtung und militärischer Avionik-Einrichtung. Die ersten Lieferungen an die US Army begannen am 23. Mai 1969, und innerhalb von weniger als vier Monaten wurde der Kiowa in Vietnam eingesetzt. Von den 2.200 ursprünglich von der US Army bestellten Maschinen gingen 74 seit Dezember 1971 unter der Bezeichnung COH-58A an die Canadian Armed Forces; die Bezeichnung wurde später in CH-136 geändert. Im Januar 1973 wurde ein zusätzlicher Vertrag mit der US Army über 74 Maschinen abgeschlossen, um die an Kanada gelieferten Exemplare zu ersetzen. In den ersten Monaten des Jahres 1971 begann Bell mit der Auslieferung eines verbesserten Model 206B JetRanger II, der später den Model 206A in der Produktion ablöste. Er hatte die stärkere 400 WPS (298 kW) Allison 250-C20 Wellenturbine, für die das Flugwerk nur leicht modifiziert werden mußte, so daß Bausätze für den Umbau des Model 206A auf 206B produziert werden konnten. Australien kaufte diese Version unter der Bezeichnung Model 206B-1 Kiowa; 12 Exemplare wurden von Bell gebaut, 44 weitere im Rahmen einer Lizenzvereinbarung. Commonwealth Aircraft Corpo-ration übernahm in Australien den Zusammenbau, und nur das Triebwerk und die Avionik-Einrichtung kamen aus den USA. Im Rahmen eines Entwicklungsvertrags mit der US Army wurde ein Exemplar des OH-58A mit einer stärkeren 420 WPS (313 kW) Allison T63-A-720 Turbine und einer verbesserten Glaskanzel ausgestattet; diese Maschine erhielt die Bezeichnung OH-58C, und im folgenden wurden zwei weitere Umbauten eines OH-58A auf diesen Standard durchgeführt, um ausgiebigere Flugtests durch Bell und die US Army zu ermöglichen. Daraufhin begann im März 1978 die Modifikation von 275 Maschinen vom Typ OH-58A zu einer noch weiter verbesserten OH-58C Konfiguration. Von 1978 bis 1979 wurde ein OH-58C mit am Mast angebrachtem Visier erprobt, u.a. mit einer automatischen Fernsehkamera und einem Laser-Entfernungsmesser/Zielerkennungsgerät. Andere Varianten waren zwölf Maschinen vom Typ OH-58B (ein 1976 an die österreichische Luftwaffe geliefertes, dem OH-58A ähnliches Modell) und 40 TH-57A SeaRangers für die US Navy. Die zuletzt genannten Maschinen sind Trainer mit Doppelsteuerung und wurden am 31. Januar 1968 bestellt, um dem Naval Air Training Command in Pensacola, Florida, einen Anfängertrainer zur Verfügung zu stellen. Das Modell ist eigentlich ein ziviler Model 206A Jet-Ranger mit US Navy Avionik. Die Produktion des JetRanger II lief im Sommer 1977 aus, als das Modell durch den Model 206B JetRanger III ersetzt wurde. Dabei wurde eine stärkere Ausführung der Allison Wellenturbine eingeführt, die eine höhere Leistungsqualität ermöglicht; das Modell ist auch als Einbausatz für den Model JetRanger II erhältlich. Die Leistungskraft und Verläßlichkeit der JetRanger Serie führte zum Bau des Model 206L LongRanger. Er hatte das Triebwerk des JetRanger III und einen um 0,63 m verlängerten Rumpf für insgesamt fünf Passagiere. Bei einer Kapazität von 2,35 m3 konnte der LongRanger offenbar eine respektable Fracht transportieren, und um das Einladen von klobigen Frachtgegenständen zu vereinfachen, wurde auf der Backbordseite eine Doppeltür angebracht. Zu den weiteren Verbesserungen gehörten der weiterentwickelte Hauptrotor und die patentierte Noda-Matic Aufhängung, die geringere Kabinenvibration erzeugte. Die Auslieferung der LongRanger Serienmodelle begann im Oktober 1975, und das Modell wurde Mitte 1978 von dem laufenden Serienmodell 206B LongRanger II abgelöst. Dieser Typ unterscheidet sich von seinen Vorgängern durch die stärkere Allison 250C-28B Turbine mit einer max. Dauerleistung von 489 WPS (365 kW), einer veränderten Übertragung und Verbesserungen im Detail. 1981 entwickelte die Firma den verbesserten LongRanger III, der stärkere Triebwerke bzw. einen neuen Rotor erhielt. Außerdem regte Bell die Entwicklung einer militärischen Mehrzweckvariante des zivilen LongRanger unter der Bezeichnung Model 206L TexasRanger an. Die Serienmodelle erhalten eine 650 WPS (485 kW) Allison 250-C30P Wellenturbine und werden mit Panzerabwehr-Raketen, Faltflossenraketen oder MG bewaffnet. Das Modell ist für den Exportmarkt vorgesehen, zu den Einsatzgebieten gehören Aufklärung und Überwachung, Kommando und Kontrolle, medizinische Evakuierung, Versorgung sowie Such- und Rettungsflüge. Ende 1983 standen die Lieferdaten für den neuen Typ noch nicht fest. Bis heute beläuft sich die Gesamtproduktion aller Mitglieder der Model 206 Serie auf über 7.000 Exemplare. Agusta in Italien hat ebenfalls JetRanger und LongRanger unter Lizenz von Bell hergestellt, die ihren amerikanischen Gegenstücken im allgemeinen ähnlich sind.

Typenbezeichnung: Model 206B JetRanger III
Verwendung: leichter Mehrzweckhubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell Textron
Land:  
Erstflug: Prototyp (Model 206A) 10.01.1966
Länge:  bei drehenden Rotoren 11,82 m;
Breite:  
Höhe: 2,91 m
Rotordurchmesser: 10,16 m
Anzahl Rotorblätter: 2
Triebwerk: Allison 250C20B Turbine
Triebwerksleistung: 420 WPS (313 kW) , auf 317 WPS (236 kW) gedrosselt
max. Geschwindigkeit: 216 km/h
Dienstgipfelhöhe: 4115 m
Leergewicht: 730 kg
Max. Fluggewicht: 1451 kg
Reichweite: 608 km
Besatzung:  
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert: mehr als 7000 gesamte Baureihe


Bell Model 207 Sioux Scout

Entwicklungsgeschichte
Wegen der Teilnahme der USA am Koreakrieg war die Produktion von Hubschraubern in der amerikanischen Flugzeugindustrie stark angestiegen. Zu Beginn des Vietnam-Konflikts, als eine Einmischung der Vereinigten Staaten abzusehen war, entschloß sich Bell zu einer eigenen Initiative für die Entwicklung eines leichten Kampfhubschraubers zur Luftnahunterstützung. Das Ergebnis, der Bell Model 207 Sioux Scout, basierte auf dem OH-13S Sioux der US Army, einer militärischen Variante des bewährten Bell Model 47, und wurde erstmals im September 1963 vorgestellt. Der Sioux Scout erhielt das Antriebssystem und das 260 WPS (194 kW) TVO-435 Triebwerk des OH-13, hatte ähnliche Abmessungen und übernahm auch das Kufenlandegestell. Ansonsten unterschied er sich von seinem Vorgänger beträchtlich, durch den völlig neu konzipierten, geschlossenen und stromlinienförmigen Rumpf, der Platz für zwei Insassen auf Tandemsitzen bot. Er hatte außerdem kleine Höhen- und Seitenleitwerke, aber der Heckrotor und die Unterrumpfflosse waren identisch mit denen des OH-13S. Stummelflügel mit kurzer Spannweite wurden oben auf dem Rumpf unmittelbar hinter dem Hauptrotorypion angebracht. Sie dienten nicht nur dazu, den Hauptrotor während des Flugs zu entlasten, die Manövrierbarkeit zu verbessern und mehr Platz für Treibstoff abzugeben, sondern sollten auch als Außenstationen für verschiedene Waffen benutzt werden. In einer Kanzel unter dem Bug waren zwei 7,62 mm M60 MG untergebracht, die von einem Schützen vom Bug aus betätigt wurden, der unterhalb des Piloten saß, so daß beide ein ausgezeichnetes Sichtfeld hatten. Der Model 207 blieb nur ein Prototyp. Es ist interessant, daß die für diesen Typ entwickelten Ideen zusammen mit dem Mehrzweckmodell UH-1B (Modell 204) zum Bau der erfolgreichen Bell Model 209 HueyCobra Serie führten.

Typenbezeichnung: Model 207 Sioux Scout
Verwendung:  
Baujahr:  
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug:  
Länge:  
Breite:  
Höhe:  
Rotordurchmesser:  
Anzahl Rotorblätter:  
Triebwerk: TVO-435 Triebwerk
Triebwerksleistung: 260 WPS (194 kW)
max. Geschwindigkeit:  
Dienstgipfelhöhe:  
Leergewicht:  
Max. Fluggewicht:  
Reichweite:  
Besatzung:  
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert:  


Bell Model 209 Huey Cobra und Sea Cobra

ah1

Entwicklungsgeschichte
Im März 1965 regte Bell die von der Firma finanzierte Weiterentwicklung des bereits erprobten Model 204 (UH-1B/-1C) an, um einen bewaffneten Hubschrauber zur Luftnahunterstützung/Erdkampf zu produzieren. Das Modell sollte der US Army zwischenzeitlich einen AAFSS (Advan-ced Aerial Fire Support System) Hubschrauber abgeben und hatte einen neuen, schmalen, flachen Rumpf mit Tandemsitzen und dem Rotor, Kraftübertragung und Triebwerk des UH-1C. Der Prototyp flog erstmals am 7. September 1965, und das neue Bell Model 209 wurde ab Dezember desselben Jahres von der US Army erprobt. Im April 1966 folgte eine Bestellung von zwei Vorserienmodellen und 110 Serienmodellen. Der AH-1G HueyCobra wurde im Juni
Model 209 (AH-1T Sea Cobra)_3V1967 an die US Army geliefert, und nach zwei Monaten wurde der Typ in Vietnam eingesetzt. Das US Marine Corps interessierte sich ebenfalls für das Modell und erhielt 38 Maschinen vom Typ AH-1G aus der US Army Produktion (1969), und die Auslieferung von 49 Exemplaren der Variante AH-1U SeaCobra, die das US Marine Corps im Mai 1968 bestellt hatte, begann später. Mehrere Exemplare, die dem AH-1G der US Army ähnlich sind, wurden an die spanische Marine (acht Maschinen unter der Bezeichnung Z. 14) und an Israel (sechs) geliefert.Die HueyCobra hatte kurze Stummelflügel, die sowohl den Rotor im Horizontalflug unterstützen als auch Waffenlast trugen, im Falle der AG-IG Raketen mit faltbaren Flossen oder Behälter für Minigun. Außerdem konnte diese Version in einer Bugkanzel (M-28) zwei Minigun oder zwei 40 mm Granatwerfer befördern. Die Panzerung der Seitenflächen, Sitze und wichtige Teile bestanden aus Noroc-Verkleidungen.

Varianten
JAH-1G HueyCobra: ein Waffenerprobungshubschrauber, der mit einer Hellfire-Rakete und einer mehrläufigen Kanone getestet wurde.
AH-1G HueyCobra:
Bezeichnung für umgebaute AH-1G Trainer mit Doppelsteuerung.
AH-U SeaCobra:
ursprüngliche US Marine Corps Version mit T400-CP-400 Doppeltriebwerk; die Wellenturbinen waren für den Dauerbetrieb auf 1.100 WPS (820 kW) gedrosselt, brachten jedoch eine Steigoder Notleistung von 1.250 WPS (932 kW) auf; insgesamt wurden bis zum Frühjahr 1975 69 an das USMC geliefert sowie 202 ähnliche Hubschrauber ab 1974 an die Kaiserlich-Iranische Luftwaffe.
AH-1Q HueyCobra:
Bezeichnung für 93 Maschinen vom Typ AH-1G, für den Abschuß von Panzerabwehrraketen (TOW) umgebaut.
AH-1R HueyCobra:
ähnlich wie der AH-1G mit einer stärkeren T53-L-703 Wellenturbine.
AH-1S HueyCobra:
Sammelbezeichnung für US Army AH-1 Hubschrauber, die auf TOW-Kon-figuration umgebaut werden und an dere Verbesserungen enthalten; außerdem Bezeichnung für neue Serienmodelle mit diesem oder höherem Standard; zu den aktuellen Bezeichnungen gehören Modified AH-1 S (197 Maschinen vom Typ AH-1G und 93 vom Typ AH-IQ mit verbessertem Getriebe, Kraftübertragung, Rotor, T53-L-703 Motor und TOW); 100 ähnliche Maschinen vom Typ Production AH-1 S, neue Serienmodelle mit fortschrittlicher Avionik, Instrumenten und Systemen; 98 Up-Gun AH-1S Maschinen, allgemein ähnlich der Production AH-1S, aber mit verbesserter Kanzel und Waffensystemen;
Modernized AH-1S,
von denen 396 (und 54 von Fuji in Japan) Serienmodelle gebaut wurden; die letzteren enthalten die Verbesserungen der anderen AH-1S Maschinen sowie fortschrittliche Nav/Com-Ausrüstung, Avionik und Schutzsysteme.
AH-1T Improved SeaCobra:
allgemein verbesserte Version des AH-1J mit einem verstärkten T400-WV-402 Triebwerk, dem Antriebssystem des Bell Model 214 und einem um 1,09 m verlängerten Rumpf. Insgesamt sind 57 gebaut, 22 sollen jährlich von 1984-86 produziert werden.
Modell 249:
Firmenbezeichnung für einen Modernized AH-1S, der mit einem fortschrittlichen vierblättrigen Rotor wie beim Model 412 ausgerüstet und getestet wurde.

Typenbezeichnung: Model 209 AH-1J SeaCobra
Verwendung: Kampfhubschrauber zur Luftnahunterstützung
Baujahr: Prototyp 1965
Hersteller: Bell
Land: USA
Erstflug: 07.09.1965
Länge: bei drehenden Rotoren 16,26 m;
Breite:  
Höhe: 4,15 m;
Rotordurchmesser: Hauptrotordurchmesser 13,41 m;
Heckrotordurchmesser 2,59 m;
Anzahl Rotorblätter: Hauptrotor 2
Heckrotor 2
Triebwerk: 2x Pratt & Whitney Aircraft of Canada T400-CP-400 Wellenturbinen, gedrosselt
Triebwerksleistung: 2x 1800 WPS (1.342 kW)
max. Geschwindigkeit: 333 km/h;
Dienstgipfelhöhe:  
Leergewicht:   
Max. Fluggewicht: 4535 kg
Reichweite: 577 km
Besatzung: 2
Passagiere: keine
Bewaffnung: eine dreiläufige M-197 20 mm Kanone in der Bug-Kanzel und eine Waffenlast bis zu 998 kg (XM-18 Minigun Pods, XM-157 siebenröhrige 70 mm Raketenpods oder XM-159 19röhrige 70 mm Raketenpods) an vier Unterflügelstationen
Produziert:  

Bell Model 212 Twin Two-Twelve

Model 212

Entwicklungsgeschichte
Am 1. Mai 1968 gab die Bell Helicopter Company bekannt, daß nach Verhandlungen mit der kanadischen Regierung und Pratt & Whitney Aircraft of Canada beschlossen worden sei, einen neuen Hubschrauber zu entwickeln, der auf dem Flugwerk des Bell Model 205/UH-1H Iroquois basieren sollte. Das erste von zehn Exemplaren für die Canadian Armed Forces (CAF) wurde am 6. März 1968 unter der Bezeicbnung CUH-1H ausgeliefert. Das Triebwerk des UH/CUH-1H war eine 1.400 WPS (1.044 kW) Avco Lycoming T53-L-13 Wellenturbine. Die CAF ging davon aus daß der Einbau von zwei Triebwerken vorteilhaft sein würde, was zur Entwicklung des ersten militärischen Bell Model 212 und seinen Pratt & Whitney Aircraft of Canada (PWAC) PT6T Triebwerken führte. Das Programm war ein gemeinsames Unternehmen und wurde von Bell, der kanadischen Regierung und PWAC finanziert.
Das Revolutionäre an diesem neuen Hubschrauber war der von PWAC entworfene und entwickelte PT6T Twin-Pac, der aus zwei nebeneinander angebrachten Wellenturbinen bestand, die über ein gemeinsames Getriebe eine einzige Welle antrieben. Die Leistung der ursprünglichen Produktionsversion betrug 4,66 kW/kg Trockengewicht, verglichen mit den 4,19 kW/kg der bereits entwickelten Lycoming T53 Turbine. Es gab noch einen anderen Vorteil: im Modell 212 ist die RT6T auf 1.290 WPS (962 kW) für den Start begrenzt. Bei Ausfall einer der beiden Turbinen lassen Drehmomentmesser im gemeinsamen Getriebe die andere Turbine auf Vollast gehen, die kurzfristig im Notfall 1025 WPS (764 kW) oder längerfristig 800 WPS (596 kW) erbringen kann.

Die ersten Auslieferungen von militärischen Modellen 212 gingen 1970 unter der Bezeichnung UH-1N an die USAF, ab 1971 gingen Exemplare dieses Typs auch an die US Navy und das Marine Corps. Der erste CUH-1N (später in CH-125 umbenannt) für die CAF kam am 3. Mai 1971 an. Außerdem gingen Maschinen dieses Typs an Argentinien (acht) und Bangladesch (sechs). Das Flugwerk ist im allgemeinen ähnlich wie das des UH-1H Iroquois, mit einer Rumpfstruktur aus Ganzmetall, einem Kufenfahrwerk, einem halb-starren Zweiblatt-Hauptrotor und einem Zweiblatt-Heckrotor aus Ganzmetall.
Eine zivile Version für 14 Passagiere mit dem Namen Twin TwoTwelve wurde etwa gleichzeitig entwickelt; sie unterschied sich von der militärischen durch die Kabineneinrichtung und Avionik-Geräte. Der Twin Two-Twelve erhielt am 30. Juni 1971 die FAA Transport Type Category A Bescheinigung und ist außerdem für IFR-Einsätze zugelassen, was eine neue Avionik-Ausrüstung, eine neue Instrumententafel und Stabilisatoren nötig machte. Im Juni 1977 erhielt das Modell als erster Hubschrauber die FAA Zulassung für IFR-Einsätze mit nur einem Piloten und festen Schwimmern.
Durch die größere Sicherheit, die das Twin-Pac Triebwerk gewährleistet, hat das Modell zahlreiche Käufer gefunden, bei Gas- und Olfirmen für Offshore-Einsätze wie auch bei Luft-Taxi Unternehmen. Acht Exemplare des Model 212 gingen 1979 an das Ministerium für zivile Luftfahrt in China; die ersten von einem amerikanischen Hersteller an die VR China gelieferten Hubschrauber.
Das Model 212 wird außerdem unter Lizenz von Agusta in Italien gebaut, unter der Bezeichnung Agusta-Bell AB.212; die ersten Auslieferungen fanden 1971 statt. Dieses Modell ist ähnlich dem in den USA gebauten Typ, aber Agusta hat darüber hinaus eine U-Boot-Jägerversion mit der Bezeichnung AB.2 12ASW entwickelt. Dieses Modell hat eine verstärkte Struktur, Decklandevorrichtung und PWAC PT6T-6 Twin-Pac mit 1.875 WPS (1.398 kW) Startleistung. 1976 gingen die ersten Maschinen an die italienische Marine.

Typenbezeichnung: Model 212 Twin Two-Twelve
Verwendung: ziviler/ militärischer Mehrzweck-Hubschrauber
Baujahr: 1968
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug: ?
Länge: bei drehenden Rotoren 17,46 m
Breite:  
Höhe: 4,53 m
Rotordurchmesser: 14,69 m
Anzahl Rotorblätter: 2
Triebwerk: zwei P&W Aircraft of Canada PT6T-3 Turbo Twin-Pac Wellenturbinen
Triebwerksleistung: je 1.290 WPS (962 kW) Start- und 1.130 WPS (843 kW) Dauerleistung
max. Geschwindigkeit: 230 km/hin Meereshöhe
Dienstgipfelhöhe: 4330 m
Leergewicht: 2786 kg
Max. Fluggewicht: 5080 kg
Reichweite: in Meereshöhe 420 km
Besatzung: 2-3
Passagiere: je nach Ausführung
Bewaffnung: je nach Ausführung
Produziert: ?

Bell Model 214B Big Lifter

Entwicklungsgeschiche:
Wie beim Bell Model 214ST dargestellt, entwickelte die Firma einen Mehrzweckhubschrauber vom Typ 214A, von dem insgesamt 293 Exemplare an die Iranische Luftwaffe gingen, wo der Typ den Namen Isfahan erhielt. Später gingen 39 ähnliche Maschinen mit spezieller Ausrüstung für SAR Einsätze unter der Bezeichnung Bell Model 214C ebenfalls an den Iran. Nach ausgiebigen Tests der Militärhubschrauber war Bell überzeugt, daß eine zivile Variante einen guten Absatz finden würde, da dieses Modell eine bessere Leistung haben würde als alle anderen Hubschrauber in der Mittelstreckenkategorie. Im Frühjahr 1974 gab die Firma daher den Plan zur Entwicklung

Model 214 Big Lifter_3V

des Bell Model 214B Big Lifter bekannt. Dieses Modell war im allgemeinen ähnlich wie der Militärhubschrauber und hatte das gleiche Flugwerk, Rotor- und Übertragungssystem sowie Triebwerk. Der Big Lifter hat allerdings Notausgänge in den Fenstern, ein Motorfeuerlöschsystem und Avionik für zivile statt militärische Einsätze. Zwei Versionen sind erhältlich, und das Standard-Modell 214B ist für verschiedene Einsatzmöglichkeiten geeignet: als Transporthubschrauber für bis zu 14 Passagiere mit zwei Mann Besatzung, als Transporter mit äußerem Frachtbaken für max. 3.629 kg, für landwirtschaftliche Aufgaben (mit einer ähnlich hohen Chemikalienladung) oder zur Feuerbekämpfung mit insgesamt 2.725 1 Löschmittel in der Kabine und in Unterrumpftanks. Das alternative Model 214B-1 ist für verschiedene Standards zugelassen, die ein höheres Gesamtgewicht bei größerer Innenladung erlauben. Das Model 215B ist zivilen Betreibern zugänglich, seit es am 27. Januar 1976 offiziell zugelassen wurde.

Typenbezeichnung: Model 214B Big Lifter
Verwendung: ziviler Mehrzweckhubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug:  
Länge:  
Breite:  
Höhe:  
Rotordurchmesser: Hauptrotordurchmesser 15,24 m
Heckrotordurchmesser 2,95 m
Anzahl Rotorblätter: Hauptrotor 2
Heckrotor 2
Triebwerk: Avco Lycoming TSSO8D Wellenturbine
Triebwerksleistung: 2250 WPS (1678 kW) Startleistung
max. Geschwindigkeit: 259 km/h
Dienstgipfelhöhe:  
Leergewicht:  
Max. Fluggewicht: mit Innenladung 6260 kg
mit Außenl. 7257
Reichweite:  
Besatzung: 2
Passagiere: 14
Bewaffnung:  
Produziert:  

Model 214 Big Lifter

Bell Model 222

Entwicklungsgeschichte
Bell Helicopters gab erstmals im April 1974 die Absicht bekannt, einen neuen zivilen Hubschrauber zu entwickeln, den ersten leichten Zweiturbinenhubschrauber der USA. Dies war keine voreilige Entscheidung: zu Anfang des Jahres war ein Modell dieses Entwurfs bei der jährlichen Konferenz der Helicopter Association of America vorgestellt worden und hatte potentiellen Kunden die Gelegenheit gegeben, konstruktive Vorschläge zur Verbesserung des Produkts zu machen. Es gab genügend Interesse, um den Bau von fünf Prototypen zu rechtfertigen; der erste flog am 13. August 1976. Diese Prototypen erhielten die Firmenbezeichnung Bell Model 222 und wurden dazu benutzt, das Entwicklungs- und Zulassungsprogramm so schnell wie möglich abzuschließen. Die FAA Zulassung für die VFR Konfiguration wurde am 20. Dezember 1979 ausgestellt. Das Model 222 profitiert von einer neuen Technologie, die schon zu einembell222d
früheren Zeitpunkt für zivile und militärische Hubschrauber entwickelt worden war, darunter das beim Model 214ST verwendete Transmissionssystem und Hauptrotorblätter aus Glasfaser und rostfreiem Stahl. Die Flugwerkstruktur besteht überwiegend aus einer leichten Legierung, und der Rumpf hat zu beiden Seiten freitragende Schwimmerstummel mit kurzer Spannweite. Diese haben Flügelprofil und geben beim Vorwärtsflug zusätzlichen Auftrieb, als Ergänzung zum Hauptrotor; außerdem dienen sie als Gehäuse für die Hauptteile des Dreibeinfahrwerks, wenn diese eingezogen sind. Die Konstruktion hat ein größeres Heckteil als die meisten anderen Hubschrauber, mit oberen und unteren gepfeilten Seitenflossen und, weiter vorne auf dem Rumpfhinterteil,ein Leitwerk mit Endplattenflossen. Platz ist für maximal zehn Personen, ein oder zwei Mann Besatzung und neun bzw. acht Passagiere. Auf Wunsch sind drei Versionen erhältlich, darunter das Model  222 mit der Standardpassagierzahl von einem Piloten und sieben Fluggästen; das Model 222 Executive für IFR-Flüge mit einer Luxuskabine für sechs oder fünf Passagiere (bei ein oder zwei Mann Besatzung); und das Model 222 0ffshore für IFR-Einsätze mit zwei Besatzungsmitgliedem und einem Notschwimmersystem und zusätzlichen Treibstofftanks als Standardausrüstung. Das für das Model 222 ausgewählte Zweiturbinentriebwerk besteht aus zwei Avco Lycoming LTS 101-650C-2 Wellenturbinen mit einem Trockengewicht von nur je 110 kg und einer maximalen Leistung von 4,58 kW/kg bei Höchstleistung. Interessanterweise ist das Gewicht der LTS 101 Wellenturbine geringer als das der APU (auxiliary power units), die bei Maschinen wie der British Aerospace Trident im Notfall elektrische und hydraulische Antriebskraft abgeben. Die ersten Auslieferungen des Model 222 mit VFR-Zulassung gingen im Januar 1980 an Petroleum Helicopters und Schiavone Construction. Das am 25. Januar 1981 an Omniflight Helicopters gelieferte Exemplar war der 25.000. von Bell gebaute Hubschrauber.

Typenbezeichnung: Modell 222
Verwendung: leichter Zivilhubschrauber
Baujahr: seit 1980
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug: 13. 08. 1976
Länge: 10,98 m;
Breite:  
Höhe: 3,51 m;
Rotordurchmesser: Hauptrotordurchmesser 12,12 m
Anzahl Rotorblätter: Hauptrotor 2
Heckrotor 2
Triebwerk: 2x Avco Lycoming LTS 101-650C-2 Wellenturbinen
Triebwerksleistung: Startleistung je 675 WPS (503 kW)
max. Dauerleistung je 598 WPS (446 kW)
max. Geschwindigkeit: max. Reisegeschwindigkeit 265 km/h in Meereshöhe; wirtschaftlichste Reisegeschwindigkeit 241 km/h in 2.440 m
Dienstgipfelhöhe: 6095 m
Leergewicht: 2204 kg
Max. Fluggewicht: 3650 kg
Reichweite: mit 20-min Reserve 523 km
Besatzung: 1
Passagiere: 7
Bewaffnung: keine
Produziert:  

Bell Model 301 (XV-15)

Entwicklungsgeschichte
Im Mai 1973 wurde Bell Helicopters von der NASA und der US Army ausgewählt, zwei Forschungsfiugzeuge mit Kipprotoren zu bauen; dieser Plan folgte auf das frühere Projekt eines Bell Model 200 (US Army Bezeichnung XV-3), das 1951 im Rahmen eines Vertrags mit der US Army und USAF in Angriff genommen worden war. Das grundlegende Konzept sieht Rotoren mit kleinem Durchmesser oder Propeller mit großem Durchmesser vor, die eine hubschrauberähnliche VTOL-Leistung geben sowie Antrieb bei konventionellem Flug eines Luftfahrzeugs, das wie ein Flugzeug mit festen Tragflächen gebaut ist und benutzt wird. Zu diesem Zweck hatte die XV-3 freitragende Eindeckerflügel mit Querrudem, einen Rumpf mit Kufenfahrwerk und ein konventionelles Leitwerk. An den Flügelspitzen waren kombinierte Rotor/Propeller angebracht, die über Achsen und Getriebe durch einen 450 PS (336 kW) Pratt & Whitney R-985 Motor im Rumpf angetrieben wurden. Bei Start und Landung waren die Rotoren senkrecht und während des Flugs in entsprechender Höhe wurden sie langsam nach vorne gekippt (durch Elektromotoren), bis sie quasi als Propeller dienten und die XV-3 als Flugzeug mit festen Tragflächen flog. Für eine Senkrechtlandung war eine umgekehrte Verwandlung der Propeller in Rotoren nötig. Trotz zahlreicher anfänglicher Probleme (das XV-3 Programm lief 1966 aus) hatte sich das Konzept als praktikabel erwiesen; bei etwa 250 VTOL-Einsätzen waren mehr als 125 Flugstunden zurückgelegt worden.Das Bell Model 301 war seit Juli 1973 im Bau und ist ein weitaus praktischeres Flugzeug, das von den bei der XV-3 gesammelten Erfahrungen profitiert. Es erhielt von der US Army die Bezeichnung XV-15 und ist ein freitragender Hochdecker mit einem konventionellen Rumpf für Pilot und Copilot nebeneinander im Flugdeck.

XV-15_3VIEW_k

Das Heckteil enthält ein hohes Leitwerk/Höhenruder mit Endplattenfiossen und Rudern, und das einziehbare Bugradfahrwerk hat an allen Einheiten doppelte Räder. Das Triebwerk besteht aus zwei Avco Lycoming Weilenturbinen in drehbaren Flügeispitzengondeln, die je einen dreiblättrigen Rotor antreiben. VTOL und Umstellung von und auf horizontale Stellung gehen weitgehend wie bei der XV-3 vor sich, mit zusätzlichen Verfeinerungen durch Flügelklappen/Querruder, Flügelhinterkantenklappen und einem Stabilitäts- und Steuersystem. Das erste der beiden XV-15 Forschungsflugzeuge führte am 3. Mai 1977 seinen ersten freien Schwebeflug durch, die erste Umstellung auf horizontalen Flug war am 24. Juli 1979. Im nächsten Jahr vollbrachten die beiden XV-15 etwa 100 Umstellungen von Vertikal- in Horizontalflug und stellten mit 557 km/h einen inoffiziellen Rekord für Rotorflugzeuge auf. Das zeigt das Potential dieses Flugzeugtyps. Nach einer Demonstration bei der Pariser Luftfahrtschau 1981 wurden beide Prototypen der Model 301 in ein noch laufendes Testprogramm der NASA und US Army aufgenommen. Dabei soll die Kapazität dieses Modells für zivile und militärische Transporteinsätze untersucht werden, und eine erste Einsatzmöglichkeit könnte die Versorgung von Gas- und Ölbohrstationen auf hoher See sein. 1982 wurde die XV-15 von einem Hubschrauber-Träger eingesetzt. Im Juni 1983 schlossen sich Bell und Boeing Vertol zur weiteren Entwicklung eines senkrecht startenden und landenden Flugzeugs mit Kipprotoren zusammen; das Projekt hat die Bezeichnung JVX (führte zur V-22 "Osprey")und basiert auf der XV-15. Das Forschungsprogramm ist auf knapp zwei Jahre begrenzt.

Typenbezeichnung: Model 301 (XV-15)
Verwendung: Kipprotor-Forschungsflugzeug
Baujahr: 1973
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug: 03.05.1977
Länge: 12,83 m
Breite: bei drehenden Rotoren 17,42 m
Höhe: bei VTOL Einrichtung 4,67 m
Rotordurchmesser: je 7,62 m
Anzahl Rotorblätter: 2x 3
Triebwerk: 2x Avco Lycoming LTC1K-4K Wellenturbinen
Triebwerksleistung: 2x 1.550 WPS (1.156 kW) 
mit jeweils einer 2-min Notleistung von 1.800 WPS (1.343 kW)
max. Geschwindigkeit: 557 km/h
Dienstgipfelhöhe: 8840 m
Leergewicht: 4341 kg
Max. Fluggewicht: 5897 kg
Reichweite: 805 km
Besatzung: 2
Passagiere: -
Bewaffnung: -
Produziert: 2

XV-15

Bell Model 409 (YAH-63)

Entwicklungsgeschichte
Unter der Firmenbezeichnung Bell Model 409 legte Bell im Frühjahr 1973 ihren Vorschlag für das AAH (Advanced Attack Helicopter) Programm der US Army vor. Es wurde für die Prototypkonstruktion unter der Bezeichnung YAH-63 ausgewählt, im Wettstreit gegen das Hughes Model 77/YAH-64, und in zwei Prototyp-Exemplaren gebaut, die Flug-, Boden- und statischen Tests unterzogen wurden. Der erste Prototyp (22246) machte seinen Jungfernflug am 1. Oktober 1975, der zweite folgte etwas über zwei Monate später. Beim 1976 stattfindenden US Army Wettbewerb wurde allerdings das Hughes Modell als Sieger gewählt; der Bell YAH-63 hätte eine 30 mm dreiläufige General Electric mit 600-1800 Runden pro Minute erhalten sollen, außerdem hätte sie bis zu 16 Panzerabwehrraketen, die unter den kleinen Flügelstumeln getragen werden sollten, erhalten.

Typenbezeichnung: Model 409 (YAH-63)
Verwendung: bewaffneter Hubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug: 01.10.1975
Länge: bei drehenden Rotoren 18,51 m
Breite:  
Höhe: 3,73 m
Rotordurchmesser: 15,54 m
Anzahl Rotorblätter:  
Triebwerk: General Electric T700-GE-700
Triebwerksleistung: 1536 WPS (1145 kW)
max. Geschwindigkeit: (geschätzt): 269-325 kmlh;
Dienstgipfelhöhe:  
Leergewicht:  
Max. Fluggewicht: 6804 kg
Reichweite:  
Besatzung: 2
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert:  

Bell Model 412

412ep-15_full

Entwicklungsgeschichte
Unter der Bezeichnung Bell Model 412 entwickelte die Firma eine Variante des Model 212, das einen weiterentwickelten Vierblatt-Hauptrotor hatte. Jedes Blatt war in Glasfaser und Nomex-Honigwabenbauweise konstruiert mit einem Titan-Schutzstreifen an der Vorderkante und hatte Blitzschutzgitter in die Blattstruktur eingearbeitet sowie Einbaumöglichkeiten für Enteisungsheizelemente. Die Rotornabe war auch gänzlich neu entwickelt, aus Stahl und Leichtmetall-Legierungen, mit Lagern und Dämpfern aus elastomeren Kunststoffen. Für das Entwicklungsprogramm wurden zwei Model 212 umgebaut, die beide ihr Lufttüchtigkeitszeugnis für Blind- und Sichtflug am 13. Februar 1980 erhielten. Die Erstlieferung einer Maschine, die ein Sichtlufttüchtigkeitszeugnis hatte, war am 18. Januar 1981, und zwei wurden im Laufe des Jahres an die venezuelanische Luftwaffe geliefert. Agusta, die Bell in Italien unter Lizenz herstellte, plante, diese Ausführung als Agusta-Bell AB.412 zu produzieren, mit Erstauslieferung im Jahre 1982. Agusta entwickelt auch eine Mehrzweck-Militärausführung.

Typenbezeichnung: Model 412
Verwendung: Zivil/Militär-Mehrzweckhubschrauber
Baujahr:  
Hersteller: Bell Helicopter
Land: USA
Erstflug:  
Länge: mit drehendem Rotor 17,07 m
Breite:  
Höhe: 4,32 m
Rotordurchmesser: 14,02 m;
Anzahl Rotorblätter: Hauptrotor 4
Heckrotor 2
Triebwerk: Pratt & Whitney Aircraft of Canada PT6T-3B-1 Twin Pac
Triebwerksleistung: 1342 kW, auf 1.308 WPS (975 kW) Startleistung gedrosselt
max. Geschwindigkeit: 230 km/h
Dienstgipfelhöhe: 4330 m
Leergewicht: 2823 kg
Max. Fluggewicht: 5262 kg
Reichweite: 420 km
Besatzung:  
Passagiere:  
Bewaffnung:  
Produziert:  

bell

Bell / Boeing Model 609
bb609

BB609Ms

Bell-Boeing 609 01 

hubschrauberforum

shop




Ihr Warenkorb ist leer.

Warenkorb anzeigen
Allied-Visions | Computer Based Flight Training and Simulation Software Engineering for the Flight Industry | Allied-Visions

Anmelden

Benutzername Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Suche

Aktuelles

Hubschrauberforum 2009

Nachbau des ersten Hubschraubers im Museum
Am 12. September wurde der Nachbau des ersten flugfähigen Hubschraubers der Welt im hubschraubermuseum installiert.