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Sikorsky VS-300

Als technischer Direktor der Vought-Sikorsky-Aircraft Corporation begann Igor Sikorsky im Frühjahr 1939 mit der Konstruktion eines Hubschraubers mit einem 3-Blatt-Hauptrotor und 3 Anti-Drehmoment-Propellern auf dem Heckausleger. Der berühmt gewordene Erstflug fand am 14. September 1939 statt, wobei sich der Hubschrauber nur wenig über den Boden erhob. Im November 1939 wurden die Flüge bis zu 2min Dauer ausgedehnt. Dabei hielten Männer den Hubschrauber mit Stricken fest, um ein unbeabsichtigtes Entweichen zu verhindern. Der erste freie Flug war am 13. Mai 1940. Im Sommer des gleichen Jahres gelangen Flüge bis zu 15min, am 6. Mai 1941 flog Sikorsky einen Dauerrekord von 1h 32min 26s. Dank weiterer Veränderungen hatten sich die Flug- und Steuerungseigenschaften der VS-300 schließlich so weit verbessert, daß Sikorsky sie im Juni 1941 der Öffentlichkeit vorführen konnte. Dabei liebte er es, die Menge zu amüsieren: Er trug bei allen seinen Flügen einen Filzhut, der zu seinem Markenzeichen werden sollte, und ließ, knapp über dem Boden schwebend, seinen Assistenten ein Paket in einen Korb legen oder ein Rad wechseln. Die besondere technische Leistung lag in der einrotorigen Auslegung mit Ausgleichsschraube am Heck, die bis heute für alle Sikorsky-Hubschrauber typisch geblieben ist. In einer zweiten Variante hatte der Hubschrauber einen dreieckigen Gitterheckträger. Verwendet wurde zudem ein stärkeres Triebwerk (mit 110 statt 95 kW). Mit einer Flugzeit von 1h 32min überbot der Hubschrauber den von dem Typ FW 61 gehaltenen Rekord von 1h 20min.


VS-300 Version 1


Der Hauptrotormast mit Hauptrotorkopf der VS-300


Die VS-300 Version 2 mit drei Heckrotoren


VS-300 Version 2


VS-300 Version 2


Die endgültige Form, die VS-300 Version 4

Sikorsky R-4

Die Erfolge Sikorskys mit der VS-300 veranlaßten die USA-Luftstreitkräfte zu einem Auftrag für eine Weiterentwicklung in doppelter Größe und mit doppelter Triebwerkleistung. Unter der Bezeichnug XR-4 wurde ein Prototyp bestellt. Er war ebenfalls einrotorig ausgelegt, hatte aber schon einen geschlossenen Rumpf sowie eine geschlossene Kabine mit zwei Sitzen nebeneinander und Doppelsteuerung. Die Steuerung wurde bereits so ausgeführt, wie sie heute noch bei allen Hubschraubern üblich ist. Der Erstflug fand am 14. Januar 1942 statt. Im Jahr 1943 erhielt der Prototyp XR-4 C ein stärkeres Treibwerk und um 60 cm längere Rotorblätter. Die R-4 wurde bei der US-Marine, den Luftstreitkräften (auch als VS-316 oder HNS-1 "Hoverfly I" bezeichnet) und der Küstenwache (23), den britischen Luftstreitkräften (52) und den Luftstreitkräften Neuseelands eingesetzt. Mit diesem Hubschrauber begann in den USA die Serienproduktion von Hubschraubern. Der XR-4 folgten 3 YR-4 A, 27 YR-4 B und 100 R-4 B.

Sikorsky S-70 A (UH-60A Black Hawk)

Entwicklungsgeschichte
Als Teil des UTTAS (Utility Tactical Transport Aircraft System) Programms der US Army sollte der Sikorsky S-70 ein Ersatz für den Bell UH-1 werden und in der Lage sein, eine elfköpfige Infanteriegruppe mit Ausrüstung zu transportieren. Die erste Maschine wurde am 17. Oktober 1974 als Prototyp erstmals geflogen und am 23. Dezember 1976 als Sieger im Konstruktionswettbewerb ausgewählt. Der erste Serienauftrag umfaßte 15 UH-60A Black Hawk Hubschrauber, und weitere 368 Exemplare waren Gegenstand einer Festpreisoption. Im April 1982 wurde ein Auftrag über weitere 294 Maschinen erteilt, die bis 1985 ausgeliefert werden sollten. Der von zwei 1.560 WPS (1.163 kW) General Electric T700-GE-700 Wellenturbinen angetriebene UH-60A kann an Trägern externe Lasten wie Hellfire-Raketen und Langstrecken-Treibstofftanks sowie im vorderen Kabinenbereich seitlich feuernde M60-Maschinengewehre mitführen. Die United States Air Force bestellte neun UH-60A als Rettungshubschrauber bei der 55th ARRS in Eglin AFB, und am 24. September 1981 flog eine für elektronische Gegenmaßnahmen ausgerüstete Version, der YEH-60A, zum ersten Mal.
Außerdem bestellte die USAF zwei UH-60A zum Umbau im Rahmen des HH-60D Night Hawk Programms. Dabei handelt es sich um einen Allwetterhubschrauber mit Retettungswinde, Zusatztanks, einem Luftbetankungsstutzen, verbesserter Avionik und aufgewerteten 1.690 WPS (1.261 kW) 7700-GE-401 Motoren. Der HH-60A wird ein Night Hawk mit begrenztem Potential und ohne FLIR (vorwärtsgerichtetes Infrarot-Sichtgerät) und auch ohne Terrainfolgeradar. Als das LAMPS-Programm (leichtes, fliegendes Mehrzwecksystem) einen Hubschrauber erforderlich machte, der eine größere Kapazität hatte als der Kaman Seasprite, der den LAMPS Mk 1 Auftrag errungen hatte, konnten aufgrund umfassender Gemeinsamkeiten mit dem UH-60A wesentliche Einsparungen dadurch erzielt werden, daß die Marineversion S-70L als SH-60B Seahawk ausgewählt wurde. Diese Version verfügt über ein unter dem Bug montiertes Beobachtungsradar, ESMGeräte (elektronische Unterstützungsmaßnahmen), auf der rechten Seite über einen Träger für MADGeräte (Sensoren für magnetische Anomalien), ein Sonarbojen-Abwurfgerät, eine automatische Rotor-Falteinrichtung, einen einklappbaren Heckträger und über ein modifiziertes Fahrwerk. Teil der Bewaffnung dieses Hubschraubers zur U-Boot und Schiffsbekämpfung mit Beobachtungs- und Zielerkennungsfunktion bilden Mk 46 Torpedos. Der erste von fünf Prototypen flog am 12. Dezember 1979, ihm folgte am 11. Februar 1983 die erste Serienmaschine, und am 24. März erfolgten die ersten Auslieferungen. Die erste Einheit der US Navy, die den Hubschrauber einsetzte, war HSL-41 in North Island, San Diego, Kalifornien. Der SH-60B wird von Fregatten und Zerstörern aus operieren, während die jetzt geplante, von ihm abgeleitete Version SH-60F die SH-3H Sea King ablösen wird. Die zivile Version ist der Sikorsky S-70C, der aus der H-60 Serie abgeleitet wurde und mit zwei General Electric CT7-2C Wellenturbinen ausgerüstet ist. Die Volksrepublik China bestellte 24 Maschinen, von denen die ersten neun 1985 ausgeliefert wurden.

Typenbezeichnung: S-70A (UH-60A Black Hawk)
Verwendung: Mittlerer Transporthubschrauber
Baujahr: Serie seit 1977
Hersteller: Sikorsky
Land: USA
Erstflug: 17.10.1974
Länge: 15,26 m
Breite:  
Höhe: 5,13 m
Rotordurchmesser: 16,36 m
Anzahl Rotorblätter: 4
Triebwerk: 2x General Electric T700-GE-700
Triebwerksleistung: 1560 hp
max. Geschwindigkeit: 296 km/h
Dienstgipfelhöhe: 5840 m
Leergewicht: 5118 kg
Max. Fluggewicht: 9979 kg
Reichweite: 600 km
Besatzung: 3
Passagiere: 14 oder 6 Tragen und 3 Personen
Bewaffnung: entfällt
Produziert: 4 Prototypen / 1650 wird noch gebaut

Sikorsky S-80 / CH-53E / MH-53E / YCH-53E

Technische Daten

Version   CH-53E
S-80E
MH-53E
S-80M
Abmessungen
Länge über alles m 30,20 30,20
Höhe über alles m 8,60 8,60
Rumpflänge m 18,40 18,40
Hauptrotordurchmesser m 24,10 24,10
Heckrotordurchmesser m 6,10 6,10
Massen
max. Abflugmasse kg 33339 33339
Leermasse kg 15073 16611
Antrieb
Turbinen   General Electric T64-GE-416A General Electric T64-GE-419
Turbinenleistung shp je 3702 je 4230
Flugleistungs- und Grenzwerte
max. Geschwindigkeit km/h 315 315
max. Reisegeschwindigkeit km/h 278 278
max. Steiggeschwindigkeit m/s 12,7 12,7
max. Reichweite km    
max. Flugdauer h    
max. Schwebehöhe IGE m    
max. Schwebehöhe OGE m    

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