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Richard Perlia

Flettner

Als Versuchs- und Werkpilot flog Richard Perlia unzählige Male in geheimer Mission. Flugkapitän R. Perlia in einer Zeit, in der oft nur aus Versuch und Irrtum zu lernen war und Irrtum nur die freundliche Umschreibung für das unweigerliche Todesurteil des Testpiloten bedeutete. Schon 1927 entdeckte Udet das aussergewöhnliche fliegerische Talent Perlias, der als Flugschüler beim Werkkunstflugmeisters Fieseler für den "erweiterten Kunstflug" trainierte. Udet hatte Gefallen an Perlia gefunden und orderte ihn immer dahin, wo besonders ausgefallene und schwierige Aufgaben zu bewältigen waren. Da Flachtrudeln mit tödlichem Absturz gleichzusetzen war, musste Perlia in der DVL, Berlin-Adlershof, auf einer Spezialausführung 52 Mal flachtrudeln. Weil der vertikale Sturz aus grosser Höhe militärischen Vorteil versprach, musste Perlia Flugzeuge wie die He 70 (Verkehrsflugzeug der Lufthansa) oder die Ju 88 im senkrechten Sturz erproben, Maschinen, die eigentlich nicht für solche Manöver gebaut waren. Auf der Lufterprobungsstelle Rechlin musste er den autorotationsunfähigen Flettner-Hubschrauber Fl 265 direkt über Hitler und seinem Stab demonstrieren. Ein Himmelfahrtskommando. Die kleinste Motorstörung hätte für Perlia den sicheren Tod und für die Weltgeschichte vielleicht ein Glücksfall bedeuted. Er kam von Flügen zurück, die dem Piloten kaum eine Chance zur Wiederkehr liessen.

(Rolf Dörpinghaus, Luftfahrtjournalist)
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Hubschrauberforum 2009

Replica of first flying helicopter in the museum
On September 12 a full sized replica of the first flying helicopter was installed in the museum.